Hätten Sie sich gedacht, dass die Nutzung von sozialen Medien Sie tatsächlich einsam machen kann? Bestimmt haben auch Sie schon viele Herzen auf Instagram gesammelt oder Freunde um sich auf Facebook geschart. Trotzdem kennen Sie bestimmt auch das Gefühl der Einsamkeit. Neue Studien erklären, warum das so ist.

Wie wichtig sind Ihnen „gefällt mir“?

Auch dann, wenn Sie zum Beispiel auf Facebook Ihr Leben widerspiegeln und es mit anderen teilen und sogar einige „gefällt mir“ dafür kassieren, muss das nicht heißen, dass Sie sich durch die Aufmerksamkeit anderer Nutzer nicht einsam fühlen. Sie haben zahlreiche Instagram Follower? Was denken Sie wirklich darüber? Das Gefühl ist irgendwie nicht so ganz echt, wie Sie es sich erwartet hätten. Sie haben heutzutage unbegrenzte Kontaktmöglichkeiten. Trotzdem macht sich irgendwann die Einsamkeit breit.

Studien belegen den negativen Einfluss

Studien haben belegt, dass Sie sich einsamer fühlen, je mehr Zeit Sie mit sozialen Medien verbringen. Besonders unter jungen Erwachsenen verbreiten sich die soziale Isolation und psychische Probleme ähnlich wie eine Epidemie. Nun Fragen Sie sich vielleicht, ob die vermehrte Nutzung der sozialen Medien der Grund dafür ist oder doch die Einsamkeit und die soziale Isolation bereits vorher besteht. Vielleicht können die sozialen Medien solche Probleme gar nicht lösen, sondern verstärken diese sogar noch mehr.

Junge erwachsene Menschen, die sich schon sozial isoliert fühlen sehen in den sozialen Medien quasi einen Ausweg. Trotzdem verstärken sich die negativen Gefühle dadurch umso mehr. Kennen Sie das? Die Gefahr, dass Sie eine soziale Isolation erleben steigert sich umso mehr, wenn Sie am Tag mehr als 2 Stunden in den sozialen online Netzwerken verbringen.

Weshalb Sie sich alleine fühlen

Für dieses einsame Gefühl in Kombination mit der Nutzung sozialer Medien gibt es mehrere Erklärungen. Wenn Sie viel Zeit in den sozialen Medien verbringen haben Sie weniger Zeit für die Kommunikation im echten Leben. Sie fühlen sich bestimmt dann umso einsamer, wenn Sie weniger echte Kontakte im wahren Leben haben, als vergleichsweise auf Facebook.

Dieses Gefühl ausgeschlossen zu sein

Manchmal macht sich ein Gefühl des Ausgeschlossenseins bei Ihnen breit, wenn Sie zum Beispiel ein Foto von Ihren Freunden auf einer Party sehen, bei der Sie nicht dabei waren, weil Sie nicht eingeladen wurden oder aus anderen Gründen nicht anwesend sein konnten.

Die weniger fotogenen und oftmals stressigen Teile des Alltags vergessen Sie dann, wenn Sie sich ausschließlich mit der online Welt beschäftigen. Wer teilt schon gerne den Streit mit seinem Partner oder die Kündigung mit? Negative Ereignisse werden nämlich meistens zurückgehalten – ganz anders, als im wahren Leben.

Seien Sie ehrlich und zeigen Sie, wie es Ihnen geht

Eventuell hilft es, das Handy aus der Hand zu legen und mit jemandem an einem Tisch zu sitzen, um sich mit ihm zu unterhalten. Es könnte eine gute Idee sein, in den sozialen Medien ehrlicher zu werden und harte Themen anzusprechen. Wenn auch Sie ein positives Beispiel sein wollen, können Sie den ersten Schritt tun. Sie leiten eventuell die Veränderung ein, wenn sich andere Nutzer ein Beispiel an Ihnen nehmen und die digitale Welt etwas echter gestalten und nicht nur die schönen Seiten zeigen.