Renditestarke Investitionen können eine sehr gute zusätzliche Einnahmequelle sein, doch mit höheren Erträgen kommen höhere Risiken. Viel zu viele Leute verwechseln Rendite mit Gratis-Geld – denn das ist es bestimmt nicht.

Wenn es um Investitionen geht, die auf den ersten Blick mehr Einnahmen versprechen, sollten Sie einen Gang zurückschalten und sie wie Sherlock Holmes mit einem gesunden Maß an Skepsis betrachten und die realistischen Beziehungen zwischen Ursache und Wirkung erkennen. Der Gewinn ist gerade deswegen so hoch, weil auch das Risiko dementsprechend hoch ist. Zögern Sie deswegen nicht, alles zu hinterfragen und auf Einzelheiten zu achten.

Vergessen Sie bei Ihrer Detektivarbeit nicht zu verstehen, wie renditestarke Investitionen denn genau ihre Gewinne erzielen und welche Faktoren für einen Abfall (oder Anstieg) dieser verantwortlich sind. Sie sollten sich demnach nur für einen Kauf entscheiden, wenn Sie über einen klaren Überblick über diese Faktoren, die finanziellen Randbedingungen und Konkurrenten in der Branche, sowie die allgemeine wirtschaftliche Situation verfügen.

Die Belohnung für ein solches Risiko? Deutlich höhere Erträge als bei risikoärmeren Alternativen wie Staatsanleihen (gedeckt durch die US-Regierung). Beginnen Sie Ihre Suche nach der für Sie passenden Wahl mit der untenstehenden Liste, vergessen Sie jedoch nicht, dass renditestarke Investitionen zwar eine erhebliche Menge an monatlichem (oder vierteljährlichem) Einkommen generieren können, Ihr Kapital jedoch schwanken wird – manchmal sogar drastisch.

Hochverzinsliche Anleihen

Hochverzinsliche Anleihen werden von Unternehmen mit einem niedrigen Bonitätsrating begeben werden. Sie werden oftmals auch „Schrottanleihen“ genannt und müssen einen höheren Gewinn als andere sicherere Alternativen erzielen, um für Investoren interessant zu sein. Sie können hochverzinsliche Anleihen einzeln kaufen, jedoch sehen viele Investoren Hochzinsrentenfonds als attraktivere und abwechslungsreichere Alternative.

Immobilienfonds

Stellen Sie sich Immobilienfonds wie Investmentfonds vor, die jedoch über Immobilien verfügen. Die Immobilienfonds gibt das Mieteinkommen der Immobilie dann an Sie, den Investor, weiter. Immobilienfonds können öffentlich gehandelt oder privat sein und entweder ein umfangreiches oder kleines Portfolio besitzen. Durch Investmentfonds können Sie in Wohnungen, Hotels, Büroräumlichkeiten, Verkaufsflächen, Immobilien des Gesundheitswesens, Hypotheken, Lagerflächen und anderen Immobilientypen in der Schweiz investieren.

Vorzugsaktien

Eigentlich zählen Vorzugsaktien zu den Kapitalbeteiligungen, jedoch werden sie oft mit Anleihen verglichen, da sie hinsichtlich Zinsen sehr empfindlich sind. Vorzugsaktien zahlen Dividenden zu einer festgesetzten Rate aus und ein Unternehmen ist dazu verpflichtet, seinen Vorzugsaktionären Dividende auszuzahlen, bevor auch nur ein Cent an die anderen Aktionäre ausbezahlt wird. Diese Eigenschaft macht sie zu einer attraktiven Quelle von Gewinn aus renditestarken Investitionen.

Renteneinkommensfonds

Renteneinkommensfonds entstammen der Fondsregulierungsbehörde, deren Verwaltung darauf abzielt, stets monatliche oder vierteljährliche Gewinne abzuwerfen. Sie sind eine attraktive Alternative, die Ihnen die Verwaltung Ihres Portfolios abnimmt, und dienen auch als Alternative zur Sofortrente, die Ihr Kapital mit Zinsen mit der Zeit zurückzahlt.

Peer-to-Peer-Darlehen

Ein wachsender Trend für Investoren alternativer Anlagen, die nach renditestarken Investitionen suchen, ist es, in Darlehen zu investieren, die von Online-Kreditplattformen stammen. Das nennt sich „Peer-to-Peer“-Kreditvergabe, oder auch P2P, und ist vergleichbar mit dem Verleihen von Geld an einen Nachbar oder einen Kollegen. Auf der Online-Plattform wird der Marktpreis der Kredite festgesetzt und erlaubt es Investoren und Kreditnehmer in Kontakt zu kommen. Online-Kreditgeber können somit die üblichen Kosten zur Darlehensfinanzierung reduzieren, wodurch gleichzeitig die Zinsen für Kreditnehmer tiefer sinken als bei herkömmlichen Hartgeld-Darlehensquellen. Diese Darlehen können zusammengelegt oder nur von einer Person gedeckt werden, wodurch man entweder kleinere Summen an mehrere Leute oder eine größere Summe an eine einzige Person verleihen kann. Theoretisch zahlt der Kreditnehmer das Darlehen dann von seinem Bankkonto direkt in Ihr persönliches Alterskonto zurück. Wie bei jedem anderen Darlehen jedoch auch, akzeptieren Sie dabei das Risiko, dass der Kreditnehmer das Darlehen nicht zurückzahlt.