Wer sein MacBook regelmäßig nutzt, wird früher oder später bemerken, wie der schwächer wird. Nach 1000 Ladezyklen ist laut Apple Schluss mit der Nutzung im Batteriebetrieb. Dann muss der Akku für teures Geld gewechselt werden. Wir geben Tipps, wie Sie die Lebensdauer des MacBook-Akkus voll ausreizen.

Laufzeit verlängern durch PowerNap

Verschiedene Mac-Modelle mit Betriebssystemen wie OS X Yosemite oder OS X Mavericks verfügen über den sogenannten „PowerNap“-Modus. Dieser Tagschlaf-Modus erlaubt die Nutzung einfacher Funktionen, während andere Teile des Prozessors ruhen. Es können E-Mails abgerufen, Kontakte aktualisiert und der Kalender eingesehen werden. Auch Softwareaktualisierungen und Time Machine-Backups sind in begrenztem Umfang möglich.

Ist PowerNap aktiviert, wird der Akkuverbrauch stark reduziert. Das verlängert die Laufzeit und spart außerdem Stromkosten. Ob der MacBook über den Modus verfügt, finden Nutzer in den Systemeinstellungen unter „Energie sparen“ heraus. Ist PowerNap verfübgar, muss für den partiellen Ruhemodus lediglich der Haken im jeweiligen Feld gesetzt werden.

Automatische Sofwareaktualisierung aktivieren

Updates des Betriebssystems können die Laufzeit des Akkus verbessern und ihre Lebensdauer verlängern. Es empfiehlt sich, die empfohlenen Updates regelmäßig durchzuführen. Das funktioniert auf Wunsch ganz automatisch und auch im Ruhezustand.

Unnötige Programme werden am besten beendet. Vor allem leistungshungrige Software kann dem Akku auf Dauer zusetzen. Sie wird im Apple-Menü links oben unter „Sofort beenden“ gefunden. Über die Einstellungen lassen sich spezifische Veränderungen vornehmen, damit Programme beim Hochfahren des Mac gar nicht erst starten oder nach einiger Zeit in den Ruhemodus wechseln.

Selbiges gilt für Apps, die viel Leistung benötigen. Spotlight etwa, ist ein echter Energiefresser und zwingt den Akku ständig in den vollen Betrieb. Die Akkuanzeige des MacBooks – zu finden über die Menüleiste – zeigt entsprechende Programme an, die anschließend einfach beendet werden können.

Monitorhelligkeit verringern

Ein heller Monitor benötigt dauerhaft Energie und schadet neben dem Akku auch den Augen. Das Display wird am besten auf 70 bis 80 Prozent der maximalen Helligkeit eingestellt. In dunkler Umgebung reichen oft auch Werte, die darunter liegen.

Ebenso kann die Tastaturbeleuchtung deaktiviert werden. Möglich ist dies ganz simpel über die entsprechende Taste auf der Tastatur. Auch über die Systemeinstellungen und das Feld „Tastatur“ lassen sich Anpassungen vornehmen. Hier einfach unter „Tastaturhelligkeit bei schwacher Beleuchtung anpassen“ den Haken setzen.

Akkulebensdauer verlängern: Weitere Tipps

Die Lebensdauer des MacBook-Akkus beträgt mehrere Jahre. Wenn alle Möglichkeiten im Betriebssystem ausgeschöpft sind, um den Zyklus des Akkus auszureizen, bieten sich weitere Tipps an:

  • Akku ausreichend Platz für Kühlung geben
  • MacBook täglich vom Stromnetz nehmen
  • MacBook nicht im Dauerbetrieb nutzen
  • Überhitzung durch leistungsintensive Software vermeiden

Außerdem empfiehlt es sich, das MacBook öfter mal im Akkubetrieb zu nutzen. Wer die Batterie regelmäßig ausreizt, verhindert den bekannten Memory-Effekt, der entgegen aller Annahmen auch bei modernen Geräten besteht. Zuhause wir das Gerät am besten ohne Akku genutzt.
Sollte der Akku dennoch einmal überhitzen, kann meist nicht mehr viel getan werden. Der Austausch des Akkus ist alle vier bis fünf Jahre notwendig, da die Laufzeit zu diesem Zeitpunkt bereits stark reduziert ist.