Bakterien, Viren, Pilze − Mikroorganismen lauern überall. Nicht alle sind gefährlich, viele Schädlinge vernichtet unser Immunsystem problemlos. Andererseits sollten wir unsere Abwehrkräfte auch nicht überfordern. Es gibt deshalb einige Situationen, in denen es durchaus sinnvoll ist, das Desinfektionsmittel zu zücken.

Neue Schuhe

Schuhe shoppen ist für manche Menschen eine Art Fetisch, für andere einfach nur eine Notwendigkeit. Egal wie Sie zu Ihren Tretern stehen, bei einem neuen Paar gilt es einige Hygieneregeln zu beachten. Schuhe sollten niemals barfuß anprobiert werden. Die Nylonstrümpfe, die in jedem serösen Schuhgeschäft bereit gehalten werden, helfen Ihnen nicht nur dabei, leichter in den Schuh zu kommen. Das engmaschige Material ist auch eine zuverlässige Hürde für Fußpilzsporen. Ziehen Sie sich also immer einen Nylonstrumpf über, auch wenn Sie bereits Socken tragen.

Andernfalls nehmen Sie alles, was sich im Schuh befindet auf und verschleppen es in das eigene Paar. Nicht so schlimm? In einem Paar „neuer“ Schuhe befinden sich mehr Mikroorganismen, als auf den meisten Toilettensitzen! Nach dem Kauf sollten Sie die Schuhe sofort mit einem Desinfektionsmittel aussprühen und anschließend trocknen lassen. Wer zu Fuß- oder Nagelpilz neigt, der sollte dieses Prozedere regelmäßig wiederholen.

Zahnbürsten

Eigentlich nutzen wir unsere Zahnbürste ja, um unseren Mundraum sauber zu halten. Dabei wird dieses Instrument selbst aber schnell zur Keimschleuder. In unserem Mundraum gibt es mehr Bakterien, als Menschen auf dem Globus. Diese Wesen finden auch auf unserer Zahnbürste geradezu ideale Lebensbedingungen vor. Zahnbürsten sind fast immer feucht und stehen im warmen Badezimmer, darüber hinaus mangelt es auch nicht an Nahrung, da in den Borsten oft winzige Speisereste zurückbleiben.

Was passiert, wenn dann auch noch eine Fliege vorbeischaut, die zuvor das Katzenklo inspiziert hat, malen wir uns besser gar nicht erst im Detail aus. Das Ergebnis ist jedenfalls nichts, was wir in den Mund nehmen wollen. Zahnbürsten sollten deshalb regelmäßig ausgetauscht und mindestens einmal pro Woche desinfiziert werden. Am einfachsten geht das mit kochend heißem Wasser.

Waschmaschine

Noch ein Instrument, das der Sauberkeit dient, aber auch schnell zur Keimfalle werden kann. Wie die Ärztezeitung (www.aerztezeitung.de) berichtete, lauern die fiesen Fußpilzerreger nicht nur dort, wo wir sie erwarten, also in Schwimmbad und in der Sauna. Wenn im Wäschekorb infizierte Socken mit Kleidungsstücken in Berührung kommen, die nicht bei wenigsten 60 Grad gewaschen werden, sind das ideale Voraussetzungen für die Verbreitung der Keime. So infiziert sich schnell die ganze Familie oder die gesamte Wohngemeinschaft. Die Sporen bleiben auch in der Waschmaschine zurück und überleben dort bis zum nächsten Kochwaschgang. Wer eine Waschmaschine teilt, sollte deshalb auf größte Hygiene achten und im Zweifel einen Wäschedesinfektor nutzen.

Hotelzimmer

Normalerweise sollte Hygiene in einem guten Hotel kein Thema und schon gar kein Problem sein. Ein paar kritische Ecken finden sich aber fast überall. Zu den Bereichen, die Sie besser eigenhändig desinfizieren, wenn Sie sicher gehen wollen, gehören die Lichtschalter, die Türklinken, der Toilettenspülknopf und die Druckfläche des Seifenspenders. Dass Sie in einem Hotelzimmer darüber hinaus niemals barfuß laufen sollten, ist Ihnen ja bestimmt bereits bekannt.

Computer und Co.

Nicht nur öffentliche Computer in Bibliotheken oder Fahrscheinautomaten sind unter hygienischen Gesichtspunkten eher abschreckend. Auch in und auf der Tastatur des heimischen Laptops oder des Rechners im Büro tummeln sich oft ganze Kolonien von Mikroorganismen, die nicht unbedingt gesund für uns sind. Auch hier kann Hygiene helfen, Schmierinfektionen vorzubeugen. Der Bildschirm, die Tastatur und die Maus sollten deshalb mindestens einmal die Woche mit einem Desinfektionstuch gereinigt werden.